UglyDolls

Vom Kinderzimmer auf die Leinwand: Spielzeuge, die zu Kinostars wurden

Wenn Kinder beim Spielen in ihre eigene Fantasiewelt eintauchen, werden ihre Spielzeuge lebendig. Wie toll wäre das denn bitte, wenn das wirklich passiert?! Für solche Wunder ist das Kino gemacht!

Lego-Piraten, die im Kinderzimmer Schiffe entern, Barbies, die auf selbstgebastelten Laufstegen die neuesten Puppenkleider präsentieren - Spielzeuge sind die Stars der Kinder! Was liegt da näher, als die geliebten Spielfiguren auf der großen Leinwand lebendig werden zu lassen? Wir stellen dir im folgenden Artikel Spielzeuge vor, die zu Kinostars wurden!

UGLYDOLLS

©Hasbro
 

Sie sind kuschelig-weich, quietschbunt und tragen so lustige Namen wie Plattbirne oder Quasselkatze. Die UglyDolls sind Kuscheltiere, die absichtlich klassische Schönheitsideale unterwandern und trotzdem total niedlich sind.

UGLYDOLLS, Rechte bei Tobis

Alles begann mit einer Fernbeziehung zwischen zwei Studenten. David Horvath und Sun-Min Kim schrieben sich regelmäßig Briefe. Auf einen davon kritzelteDavid eine Karikatur, aus der seine Freundin Sun-Min ein kleines Kuscheltier nähte. Die erste Uglydoll „Wage" war geboren. Horvath verkaufte den Prototyp an einen Spielzeugladen und erfand neue Figuren wie Babo, Ice Bat und OX.

©Hasbro

2001 liefen die ersten Uglydolls vom Band. Alle Puppen sind betont unförmig gestaltet, sehen aber dank ihrer kugelrunden Augen und knuffigen Gliedmaßen trotzdem niedlich aus. Den Machern war es außerdem wichtig, dass jede Puppe ihren eigenen Charakter und ihre eigene Hintergrundgeschichte bekommt. Mittlerweile gibt es so viele Puppen und Geschichten, dass die Uglydolls ihre eigene Welt haben. Im sogenannten „Uglyverse” steht das Wort „ugly” (also hässlich) für einzigartig und besonders und wird gefeiert.

©Nici

So viel Mut zur „Hässlichkeit” wurde 2006 belohnt. Die etwas anderen Kuscheltiere wurden von der US-amerikanischen Spielzeugindustrie mit dem „Toty”, dem „Toy of the Year”-Award ausgezeichnet. UglyDolls gibt es in allen erdenklichen Formen und Farben, aus Plüsch, Keramik und auch als Blechspielzeug. Der Erfolg der Marke führte zu Kooperationen mit anderen Marken wie Hello Kitty und zu weiteren Merchandise-Artikeln über das Spielzeuguniversum hinaus. Welche das unter anderem sind, erfährst du in der Galerie.

Auch die berühmte Hello Kitty ist anscheinend Uglydoll-Fan. ©Hello Kitty/©Pretty Ugly
Die Haarpracht dieser Uglydoll erinnert uns doch verdächtig an ein anderes Spielzeug aus unserer Liste... ©Pretty Ugly
Für Musikliebhaber gibt's im Ugly-Stil richtig was auf die Ohren.
Dank umfangreicher Merchandise-Palette steht einer „ugly" Party nichts im Wege.
Wie wäre es statt den immer gleichen Batman- und Spiderman-Kostümen mal mit einem Ox-Anzug?
UglyDoll Comic, Rechte bei Pretty Ugly

Nach Ugly-Büchern und -Comics war es nur eine Frage der Zeit, bis die Uglys ihren Weg auch auf die große Leinwand finden. Der knuffige Film läuft jetzt im Kino.

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Hier findest du den Trailer.

 

MY LITTLE PONY

Als die bunten Ponys 1983 erstmals durch die Spielzimmer galoppierten, konnte niemand ahnen, welchen Einfluss sie eines Tages auf die Popkultur haben würden. Anfangs gehörten zur Mane 6 noch Snuzzle, Butterscotch, Blue Belle, Minty, Blossom sowie Cotton Candy. Und schon damals waren die bunten Mähnen und die individuellen Schönheitsflecken ihr festes Markenzeichen. Heute gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. Wie wäre es mit einem Ausflug ins My Little Pony-Café in Singapur?

Café Kumoya in Singapur

Die passenden Outfits für die Kids gibt's natürlich auch.

My Little Pony-Hoodies für Kinder

Mehr als drei Jahrzehnte lang spielten sich die Ponys mit ihrer fröhlichen Botschaft in die Herzen der Fans:

Echte Freundschaft verbindet und zusammen lässt sich alles erreichen!

Im Jahr 2010 bekam My Little Pony dann noch einmal einen großen Popularitätsschub als die vierte Generation mit „Freundschaft ist Magie" in Serie ging.

Mit ihrem ersten, weltweiten Kinodebüt erreichten die Ponys 2017 einen weiteren Höhepunkt ihrer Karriere. MY LITTLE PONY - DER FILM sorgt dank spannender Story, mitreißender Musikeinlagen und jeder Menge neuer Figuren für unzählige magische Momente.

Alle Informationen zum Film findest du mit einem Klick hier. In der Vorschau erfährst du auch, welche prominenten Stimmen in Deutschland mit dabei waren.

 

Trolls

Und wer erinnert sich noch an diese lustigen Zaubertrolle mit den bunten Haaren?

© Hasbro

Der Ursprung dieser beliebten Kunststofffiguren liegt in Skandinavien. Der Däne Thomas Dam schnitzte 1959 die erste Puppe aus Holz als Weihnachtsgeschenk für seine Tochter. Internationale Bekanntheit erhielten die großäugigen Wesen mit den bunten Haaren allerdings erst durch die Vermarktung der Firma Hasbro. Auch heute noch gelten die Zaubertrolle als wertvolle Sammlerstücke. Zudem bildeten sie die Vorlage für das animierte Musical „Trolls”, das 2016 ins Kino kam.

© 20th Century Fox Home Entertainment

Darin müssen sich der griesgrämige Troll Branch und die Frohnatur Poppy zusammenschließen, um ihr Volk aus den Fängen der bösartigen Bergen-Spezies zu befreien. Der Titelsong „Can't Stop the Feeling” von Justin Timberlake spiegelt treffend die beschwingte Stimmung des Films wider und wurde sogar für einen Oscar nominiert.

 

Die Glücksbärchis

Ähnlich wie die My Little Ponys stehen die Glücksbärchis (Im Original: Care Bears) für Gutmütigkeit und Harmonie.

© American Greetings

Kein Wunder, dass sie deshalb bei Jung und Alt beliebt sind. Die Karriere der bunten Bären begann im Jahr 1981 auf Grußkarten der Firma American Greetings. Schnell entfalteten die drolligen Bären ihren Zauber und nur zwei Jahre später brachten sie in Form von Plüschfiguren und anderen Spielsachen Kinderaugen zum Leuchten.

Mittlerweile wurden insgesamt fünf Spielfilme und vier Serien über die Glücksbärchis produziert. Ihre Premiere im Kino feierten sie 1985 mit „Der Glücksbärchifilm”, der ihren Kampf gegen den Hass in der Menschenwelt zeigt. Dabei helfen ihnen die Glücksstrahlen, die sie aus den Symbolen auf ihren Bäuchen versprühen können.

© 20th Century Fox Home Entertainment

LEGO

©Lego

Das dänische Unternehmen LEGO ist nichts weniger als der größte Spielzeughersteller der Welt. Das Prinzip hinter der Lego-Idee ist so simpel wie genial: mit kleinen, einfachen Bausteinen können Kinder eigene Bauwerke entstehen lassen. Dank der besonderen Gestaltung der Steine sind die Möglichkeiten unendlich. Sei es eine 153 Quadratmeter große Nachbildung der Schweiz...

©Lego

… oder ein Haus, in dem man tatsächlich wohnen könnte.

©Lego

Die verschiedenen Spiel-Systeme wie Lego Duplo, Lego Technic und Lego Bionicle begeistern Dreijährige genauso wie Dreißigjährige. Nach mehr als 85 Jahren Unternehmensgeschichte ist das Sortiment aus Bauelementen und Figuren so vielfältig geworden, dass man ganze Welten entstehen lassen kann. Wie das dann aussieht, kann man sich im Legoland ansehen.

©Lego

Die weltweit verbreiteten Freizeitparks lassen mit Achterbahnen, Spielgeräten und natürlich unterschiedlichsten beeindruckenden Bauwerken aus Lego Kinderträume wahr werden. 2014 bekamen die beliebten Spielfiguren ihren ersten eigenen Kinofilm, der die Marke ein bisschen auf die Schippe nimmt.

The LEGO Movie, Rechte bei Lego

Der Erfolg von „The Lego Movie" zog drei weitere Filme nach sich. Auf diesen Zug springt dieses Jahr auch Lego-Konkurrent Playmobil auf und erweckt seine beliebten Figuren im Film „Playmobil - Der Film" zum Leben.

 

Angry Birds

Natürlich nehmen heutzutage auch virtuelle Spiele eine große Rolle im Leben von Kindern ein. Eines der berühmtesten der letzten Jahre ist sicherlich „Angry Birds”. Darin dreht sich alles um Vögel, deren Eier von Schweinen geklaut wurden. Wichtigstes Utensil bei deren Rückeroberung: Eine Schleuder.

© Rovio Entertainment Ltd.

So abgedreht diese Idee auch klingen mag, sie erhielt dennoch oder vielleicht gerade deshalb eine Kinoadaption. „Angry Birds - Der Film” nahm den Titel des Computerspiels wörtlich und stellte den miesepetrigen Vogel Red in den Mittelpunkt des Geschehens. Ausgerechnet dieser wird jedoch bald zur einzigen Hoffnung seines gefiederten Volks.

Der Film war ein Knaller an den Kinokassen. Schon in diesem Jahr erwartete uns deshalb mit „Angry Birds 2 - Der Film” eine Fortsetzung der Animationskomödie.

Der Nussknacker

Auf jeden Fall ist er eines der ältesten Spielzeuge in dieser Liste. Und dabei ist der klassische Nussknacker noch nicht mal zum Spielen. Vielmehr wird er seit dem 19. Jahrhundert dafür von Kindern zweckentfremdet. Zugegeben, es gibt schwerere Schicksale. Die bunt bemalten Figuren haben also eine lange Tradition und werden auch heute noch in einem langwierigen und aufwendigen Arbeitsprozess hergestellt.

© Werkstätte Volker Füchtner

Nachdem der Schriftsteller E.T.A. Hoffmann im Jahr 1816 den Holzsoldaten zur Hauptfigur seines Weihnachtsmärchens „Nussknacker und Mausekönig” machte, wurde die Geschichte viele Jahre später fürs Ballett und natürlich auch fürs Kino adaptiert. Eine dieser Neuinterpretationen ist der 3D-Film „Der Nussknacker und die vier Reiche”, der inzwischen auf DVD und Blu-ray erschien. Zu sehen gibt es darin nicht nur namhafte Darsteller wie Elle Fanning (ALLE FARBEN DES LEBENS) und John Turturro (COLLATERAL DAMAGE), sondern auch die wundersame und, zugegebenermaßen, auch etwas gruselige Verwandlung eines Jungen zum titelgebenden Nussknacker.

© Capelight

Paddington Bär

Bevor Paddington als Stoffteddy in unzähligen Kinderzimmern landete, gab es ihn ausschließlich in geschriebener und illustrierter Form. Der Autor Michael Bond erfand den liebenswerten Bären nämlich in den 1950er-Jahren als Kinderbuchfigur und traf damit sofort den Geschmack großer und kleiner Leser. Als Inspiration für seine Geschichten diente Bond übrigens tatsächlich ein Stofftier, das er einst selbst verschenkt hatte. Nur kurze Zeit später war Paddington überall auf der Welt bekannt.

© StudioCanal

Neben zwei Serien und kleineren Fernsehfilmen erschien 2014 mit „Paddington” die erste Kinoadaption über den flauschigen Teddy. Drei Jahre später folgte die Fortsetzung „Paddington 2”, in der der Titelheld wieder für jede Menge Chaos sorgte, wie schon der folgende Trailer zeigt.

 

Die Spielsachen aus „Toy Story"

Ein wahres Paradies für Kinder wäre die Welt von „Toy Story” (1995). Darin tummeln sich nämlich so ziemlich alle Spielzeuge, die man sich nur vorstellen kann.

© The Walt Disney Company

Die vielen klassischen Spielzeugfiguren wie Cowboys, Pferde oder Dinosaurier scheinen geradewegs einer alten Spielzeugkiste entsprungen, die bei einem der Filmemacher noch auf dem Dachboden schlummerte. Zusammen mit vielen vergessenen Erinnerungen aus Kindheitstagen.

© The Walt Disney Company

Mittlerweile gibt es bereits vier „Toy Story”-Filme, in denen der Spielzeug-Cowboy Woody und seine Freunde eine abenteuerliche Herausforderung nach der anderen meistern müssen.

© The Walt Disney Company

Barbie

Auch sie gehört zum Spielzeug-Ensemble in „Toy Story" und kommt nächstes Jahr mit einem eigenen Film auf die große Leinwand: Barbie, die wohl populärste Plastikpuppe der Welt!

© Mattel

Barbie erblickte 1959 das Licht der Welt und lässt seitdem Mädchenträume wahr werden. Besonders die Vielfalt an verschiedenen Barbie-Puppen, wozu auch ihr männliches Pendant Ken zählt, begeistert viele Kinder. In mittlerweile über 30 DVD-Produktionen war Barbie bisher nur als computeranimierte Version zu sehen, wie beispielsweise in „Barbie – Modezauber in Paris” (2010).

© Universal Pictures

Dies soll sich bald ändern. Im Mai 2020 erscheint mit „Barbie” die erste Realverfilmung der Puppe im Kino. Nachdem zunächst Oscar-Preisträgerin Anne Hathaway (ZWEI AN EINEM TAG) als Barbie zu sehen sein sollte, hat nun Margot Robbie den Part des pinken Mädchentraums ergattert. 

Aber erstmal freuen wir uns auf die etwas andere Lady in Pink!

UGLYDOLLS, Rechte bei Tobis

Moxy ist die Hauptfigur in UGLYDOLLS, der jetzt im Kino läuft, und ganz nebenbei genau die Heldin, die Kinder wirklich brauchen: selbstbewusst, positiv, nicht perfekt, aber trotzdem oder vielleicht auch deshalb genau richtig!

Autor/-in: J.Leipnitz

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