Ben is back

Mütter, liebt eure Söhne! Aber bitte nicht klammern.

Brie Larson und Jacob Tremblay

Der Beziehungsstatus ist oft kompliziert, wenn es um Mütter und ihre Söhne geht. Was beide im Kino lernen könnten? Den anderen besser zu verstehen und entspannter miteinander klar zu kommen...

Kino ist nicht immer nur ein Ort der Unterhaltung. Aber es ist immer ein Ort des Perspektivwechsels. Das Kino vermag es, die anderen und auch uns selbst besser verstehen zu lernen. Diese Woche kommt ein Film in die Kinos, der von einer außergewöhnlichen Mutter-Sohn-Beziehung erzählt. In BEN IS BACK übernimmt Julia Roberts die Rolle einer fürsorglichen Familienmutter, die darum kämpft, ihren Sohn Ben (Lucas Hedges) nicht an die Drogen zu verlieren. Intensiv und spannend erzählt der Film von diesem unerbittlichen Kampf einer starken Frau. Einen ersten Vorgeschmack darauf liefert der Trailer zum Film. BEN IS BACK steht in der Tradition vieler beeindruckender Filme, die Mütter und Söhne kennen(lernen) sollten. Direkt unter dem Video haben wir daher eine ultimative Liste zum Thema zusammen gestellt.

 

Die besten Filme über Mütter und Söhne haben wir nach ihrer Bewertung auf der weltgrößten Filmseite IMDb geordnet. Los geht es mit einem Schnelldurchlauf der Plätze 21 bis 14 in der Bildergalerie. Direkt darunter findest du die Top 13.

Die Plätze #21 bis #14

Susan Sarandon und Zack O'Malley Greenburg
Platz #21: „Lorenzos Öl" (1992), IMDb-Wertung: 7,3 | © Soulfood Music Distribution
Lorraine Bracco und Leonardo DiCaprio
Platz #20: „Jim Carroll - In den Straßen von New York" (1995), IMDb-Wertung: 7,3 | © Koch Media
Craig Roberts
Platz #19: „Submarine" (2010), IMDb-Wertung: 7,3 | © Kool
Naomie Harris und Alex R. Hibbert
Platz #18: „Moonlight" (2016), IMDb-Wertung: 7,4 | © Universum Film
Gudrun Geyer und Aleksei Ananishnov
Platz #17: „Mutter und Sohn" (1997), IMDb-Wertung: 7,5 | © Zero Film GmbH
Ezra Miller und Tilda Swinton
Platz #16: „We need to talk about Kevin" (2011), IMDb-Wertung: 7,5 | © EuroVideo
Lewis MacDougall und Felicity Jones
Platz #15: „Sieben Minuten nach Mitternacht" (2016), IMDb-Wertung: 7,5 | © Arthaus
Naomi Watts und Tom Holland
Platz #14: „The Impossible" (2012), IMDb-Wertung: 7,6 | © Concorde

Platz #13: ÖDIPUSSI (1988)

Was es heißt, wenn Mütter ihre Kinder nicht loslassen können, sieht man auf höchst amüsante Weise in Loriots erstem Kinofilm ÖDIPUSSI. Darin lebt Muttersöhnchen Paul Winkelmann auch mit Mitte 50 noch immer bei seiner Mutter Louise und lässt sich von dieser hegen und pflegen. Doch die Probleme dieser Beziehung treten offen zu Tage, als Paul die Psychologin Margarethe (Evelyn Hamann) kennenlernt. Mama Louise gefällt das Ganze natürlich überhaupt nicht.

Loriot und Katharina Brauren

ÖDIPUSSI überzeugt mit dem typisch trockenem Loriot-Humor und hält dem deutschen Spießbürgertum den Spiegel vor. Vicco von Bülow alias Loriot übernahm Drehbuch, Regie und Hauptrolle in Personalunion und reihte eine grandiose Pointe an die andere. Zudem zeigte er, dass die Liebe zur eigenen Mutter auch zu weit gehen kann, selbst wenn das „Hotel Mama" noch so bequem erscheint.

IMDb-Wertung: 7,6

 

Platz #12: „Blind Side - Die große Chance" (2009)

Das Drama „Blind Side - Die große Chance" bietet große Emotionen und zu Herzen gehende Charaktere. Die wohlhabende Innenarchitektin Leigh Anne Tuohy nimmt darin den obdachlosen Jungen Michael bei sich auf und schenkt ihm etwas, das er bisher nie hatte: eine Familie.

Sandra Bullock und Quinton Aaron
© Warner Bros.

Sandra Bullock spielt die resolute wie gutherzige Leigh Anne so unfassbar gut, dass sie dafür den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann. Auch sonst hinterlässt „Blind Side" einen bleibenden Eindruck. Der Film ist vor allem ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit und Nächstenliebe. Eine Botschaft, die umso kraftvoller wirkt, wenn man weiß, dass der Film auf einer wahren Geschichte beruht.

IMDb-Wertung: 7,7

 

Platz #11: „Good Bye, Lenin!" (2003)

Bis heute gehört „Good Bye, Lenin!" mit mehr als 6,5 Millionen Kinobesuchern zu den erfolgreichsten deutschen Kinofilmen aller Zeiten. In der geistreichen, aber auch dramatischen Komödie geht es um den Ostberliner Alex, dessen Mutter Christiane ins Koma fällt und erst nach dem Mauerfall wieder aufwacht. Um seiner sozialistisch geprägten Mutter einen Schock zu ersparen, gaukelt Alex ihr fortan vor, dass es die DDR weiterhin gibt.

 

Die teils absurden Aktionen, die Alex auf die Beine stellt, sind echte Brüller, obwohl die Geschichte selbst zutiefst melancholisch stimmt. Dieser Balanceakt gelingt vor allem dank der grandiosen Darstellungen von Daniel Brühl und Katrin Saß. Beide verhelfen diesem Mutter-Sohn-Gespann zu seiner einzigartigen Authentizität. Das gefiel wohl auch der Hollywood Foreign Press, die „Good Bye, Lenin!" bei den Golden Globes als besten fremdsprachigen Film nominierte.

IMDb-Wertung: 7,7

Daniel Brühl und Katrin Saß
© Warner Bros.

Platz #10: „Mother" (2009)

Äußerst düster und abgründig wird es im südkoreanischen Thriller „Mother" von Joon-ho Bong. Die Mutter eines geistig behinderten Sohnes will diesen aus dem Gefängnis befreien. Ihr Plan ist, den Mädchenmörder zu finden, für dessen Tat ihr Spross unschuldig hinter Gittern sitzt.

Won Bin
© Ascot Elite

Wie die alleinerziehende Mutter auf eigene Faust ermittelt, ist einfach nur mordspannend und macht zugleich deutlich, dass sie für ihren Sohn wirklich alles tun würde. Hauptdarstellerin Kim Hye-ja verleiht ihrer Figur eine ebenso bedrohliche wie verletzliche Aura. Immer wieder fragt man sich als Zuschauer, ob man auch selbst so handeln würde, ob all ihre Taten wirklich gerechtfertigt sind. Die dadurch entstehende Ambivalenz begleitet einen den ganzen Film über und lässt auch danach nicht mehr los. 

IMDb-Wertung: 7,8

Hye-ja Kim
© Ascot Elite

Platz #9: „Der fremde Sohn" (2008)

In „Der fremde Sohn" erlebt Angelina Jolie als Christine Collins das wohl schlimmste Horrorszenario einer Mutter. Ihr neunjähriger Sohn Walter verschwindet eines Tages spurlos. Fünf Monate später behauptet die Polizei, Walter gefunden zu haben und präsentiert ihn stolz der Mutter und der Presse. Allerdings wurde Christine – zumindest laut ihrer Behauptung – ein falsches Kind untergeschoben. Doch als ihr keiner glaubt, geht der Albtraum für die junge Frau erst richtig los.

Gattlin Griffith und Angelina Jolie
© Universal Pictures

Jolie macht die Ängste ihrer Figur jederzeit spürbar und sorgt für beeindruckende Gänsehaut-Momente. Das Drama von Clint Eastwood ist jedoch nicht nur das Portät einer Frau, die die Hoffnung auf das Überleben ihres Sohnes niemals aufgibt, sondern auch eine unfassbar spannende Verbrecherjagd. Als Zuschauer ist man geradezu bestürzt über die Tortur, die Christine Collins durchmacht, und kann sich dem Sog der Geschichte nicht entziehen.

IMDb-Wertung: 7,8

  

Platz #8: „Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa" (1993)

Vertauschte Rollen im melancholischen Drama „Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa" von Regisseur Lasse Hallström: Der titelgebende Gilbert (Johnny Depp) übernimmt darin nämlich die Verantwortung für seine Mutter und den Rest der Familie, nachdem sein Vater Selbstmord begangen hat. Mutter Bonnie ist fettleibig, psychisch labil und hat seit Jahren das Haus nicht mehr verlassen. Trotzdem kümmert sich Gilbert rührend um sie.

Johnny Depp und Darlene Cates
© Universum Film

Dazu kommt, dass sein jüngerer Bruder Arnie (Leonardo DiCaprio) geistig behindert ist und ebenfalls rund um die Uhr Fürsorge braucht. BEN IS BACK-Regisseur Peter Hedges schrieb hierfür seine eigene Romanvorlage zu einem berührenden Drehbuch um, in der eine Familie gegen alle Widerstände ankämpft. Ein Klassiker der Filmgeschichte mit herausragenden Darstellern.

IMDb-Wertung: 7,8

Leonardo DiCaprio und Darlene Cates
© Universum Film

Platz #7: „Hamlet" (1996)

William Shakespeares Theaterstück „Hamlet" mit dem zentralen Element der Hassliebe zwischen dem titelgebenden Prinzen und seiner Mutter, der Königin Gertrude, ist weltweit bekannt und wurde folgerichtig auch schon oft für die große Leinwand adaptiert. Eine der bekanntesten Verfilmungen des Stoffes stammt aus dem Jahr 1996, in der Kenneth Branagh in der Hauptrolle zu sehen war und als Regisseur fungierte.

Julie Christie, Derek Jacobi und Kenneth Branagh
© Warner Bros.

Diese Doppelfunktion übernahm 1948 auch schon Hollywood-Legende Laurence Olivier in seiner Version der tragischen Geschichte um Verrat, Rache und Missgunst. Der Film wurde damals mit 4 Oscars ausgezeichnet, wovon einer an Olivier als besten Hauptdarsteller ging. Auch hier verlieh der prägende Mutter-Sohn-Konflikt dem Werk die dramatische Fallhöhe.

IMDb-Wertung für beide Filme: 7,8

Laurence Olivier und Eileen Herlie
© New KSM

Platz #6: „Alles über meine Mutter" (1999)

In „Alles über meine Mutter" geht es um die Krankenschwester Manuela, die ihren geliebten 17-jährigen Sohn Esteban bei einem Autounfall verliert. Daraufhin fährt sie von Madrid nach Barcelona, um Estebans Vater zu suchen. Dieser heißt mittlerweile Lola und hat sich zu einer Frau umoperieren lassen.

 

Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar macht das, was er am besten kann: Er erzählt in erlesenen Bildern und mit geradezu anarchischem Humor von schweren Schicksalsschlägen und setzt dabei auf herausragende Schauspielerinnen wie Penélope Cruz und auf sein Gespür für einzigartige Figuren. Als Anerkennung bekam der Film den Oscar für den besten fremdsprachigen Film im Jahr 2000.

IMDb-Wertung: 7,9

Cecilia Roth und Eloy Azorín
© Concorde

Die Plätze #5 bis #1

***Trommelwirbel*** Die Top 5 präsentiert dir Robert vom TOBIS Filmclub in seinem Video, das du dir hier ansehen kannst.

 

Ob auch der aktuellste Film zum Thema BEN IS BACK einen Platz auf dieser Liste verdient, entscheidest du am besten selbst. Wir garantieren für großes Schauspielerkino mit Julia Roberts und Lucas Hedges in den Hauptrollen, eine emotionale und spannende Geschichte sowie tiefgreifende Einsichten über Mütter und Söhne. BEN IS BACK startet diese Woche in den Kinos.

Folge uns auch auf Facebook, Instagram und YouTube.

DIESEN ARTIKEL WEITERLEITEN